Menu

Schadensanalytik

Fehler finden - Ursachen bekämpfen

 

Der Ursache auf der Spur

Zerstörend oder zerstörungsfrei

Die Schadensanalyse ist ein systematisches Verfahren zur Ermittlung der Ursache des Versagens technischer Bauteile. Die hierdurch gewonnenen Erkenntnisse dienen der Verhütung weiterer Schäden, beispielsweise durch Tausch, Inspektion und Reparatur gefährdeter Bauteile oder gezielte Änderung in Konstruktion und/oder Fertigung. Als Ergebnis lassen sich häufig technische Regeln (Normen) ableiten, mit denen zukünftige Schadensereignisse in ihrem Ausmaß gemindert oder ganz vermieden werden können.

Das primäre Ziel einer Schadensanalyse ist die Ermittlung der direkten Schadensursache, die oft eine Vielzahl von Folgeschäden nach sich zieht.

mehr ...

Um komplexe Schadensanalysen erfolgreich durchführen zu können, ist es von großer Bedeutung das Vorgehen sorgfältig zu planen, indem Art und Umfang der einzelnen Untersuchungsschritte festgelegt werden.

Schadensanalysen setzen voraus, dass zusammenhängende Vorgänge richtig Eingeschätzt und entsprechend in der Analyse umgesetzt werden, weshalb langjährige und umfassende Erfahrung u.a. auf dem Gebiet der Werkstofftechnik zwingend erforderlich ist.


Werkstoffe

Eigenschaften, Verhalten und Prüfungen

Im Maschinenbau, der Fahrzeugtechnik, Luftfahrt, Medizinaltechnik und in weiteren Branchen hat eine Vielzahl von Werkstoffen ihren Einzug gehalten. Neben den metallischen Werkstoffen kommen immer mehr Polymere und Keramiken zum Einsatz. Dem Schadenanalytiker werden daher umfassende Kenntnisse auf dem Gebiet der Werkstoffkunde (Korrosionsverhalten, physikalische und mechanische Eigenschaften, Werkstoffprüfung, etc.) abverlangt.

mehr ...

Für folgende Werkstoffe besteht bei Suisse TP langjähriges Material-Know-how:

Stähle: Baustähle, Baustähle zur Wärmebehandlung bestimmt, Vergütungsstähle, Werkzeugstähle, chemisch beständige Stähle, warmfeste Stähle, Funktionswerkstoffe, Gusswerkstoffe

Aluminium: Gusslegierungen, Knetlegierungen, aushärtbar und nicht aushärtbar

Kupfer und Kupferlegierungen (Messing, Bronze)

Nickel und Nickellegierungen (Gusslegierungen, Knetlegierung; aushärtbar, nicht aushärtbar)

Titan und Titanlegierungen

Keramik (Oxidkeramik, Silikatkeramik)

Polymere: Plastomere (Thermoplaste), Duromere, Elastomere, Verbundmaterialien 



GERÄTE / METHODEN

Stereomakroskop

Oberflächentopographie, Auffälligkeiten von Objektoberflächen, erste Beurteilung von Bruchflächen.

Details Anzeigen
Gerätetyp und Ausrüstung

Stereo-Makroskop, Makroskop Leica mit Digitalkamera, Ringlicht

Vergrösserung Bis 50 fach
Typische Anwendungen Makrofraktographie, Lokalisierung makroskopischer Defekte

REM & EDX

Rasterelektronenmikroskop & energiedispersive Röntgenanalytik

Abbildung einer Oberfläche durch abrastern mittels Elektronenstrahls. Abbild erzeugt Element- Phasen- oder Topographiekontrast. Durch EDX können Elemente analysiert werden.

Details Anzeigen
Gerätetyp und Ausrüstung

LEO1550 (Feldemission)

Detektoren SE, InLens, BSE, EBSD, STEM, EDX
Vergrösserung 30 - 100'000 fach
Typische Anwendungen

Mikrofraktographie, Elementanalyse, Kristallorientierung, Phasenbestimmung, Korrosionsprodukte

Materialographie

Lichtmikroskopische Darstellung eines Gefüges.

Details Anzeigen
Gerätetyp und Ausrüstung Makroskop, Lichtmikroskop (Leica, Reichert), Auf- und Durchlicht, Hellfeld, Dunkelfeld, polarisiertes Licht, Differentialinterferenzkontrast)
Vergrösserung 5 - 500 fach ( 1000 fach )
Typische Anwendungen Gefügebeurteilung, Korngrösse, Schichtdicken, Ausscheidungszustand

CT

Computer Tomographie

zerstörungsfreie Untersuchung durch Erstellung von vielen Schnittbildern aus verschiedenen Perspektiven.

Details Anzeigen
Gerät Phönix X-Ray
Typ Röhrenspannung 225 KV, Detektor 205 x 205 mm, Auflösung 6 – 250 µm
Typische Anwendungen Prüfung Schweissverbindungen, Gussfehler, Prüfung von Elektronikbauteilen, Faserverlauf in Kunststoffen, Qualitätsprüfung

Härteprüfung

quantitative Bestimmung der Oberflächenhärte

der Widerstand einer Werkstoffoberfläche wird gegen plastische Verformungen durch einen genormten Eindringkörper dadurch ermittelt, dass der bleibende Eindruck vermessen wird.

Details Anzeigen
Gerätetyp und Ausrüstung DuraScan G5, Fischerscope und Brickers 220
Vickers DIN EN ISO 6507-1, ASTM E384, Mikro- und Kleinlast
Brinell DIN EN ISO 6506-1, ASTM E10
Knoop ISO 4545, ASTM E384
Martenshärte ISO 14577
Typische Anwendungen Bestimmung von Einsatzhärtetiefe (Eht), Nitrierhärtetiefe (Nht), Randschichthärtetiefe (Rht), Kernhärte und Wärmebehandlungszustände

XPS

Röntgen-Photoelektronen- Spektroskopie

Chemische Analyse von Oberflächenbelegungen ( Informationstiefe der Messung ca.10 nm ) dünnen Schichten (  <0.5 µm ) mittels Tiefenprofil

Details Anzeigen
Gerätetyp und Ausrüstung SSI S-Probe
Funktionsprinzip Messung der elementspezifischen Energie von Photo-Elektronen, die mittels Röntgenstrahlung aus der Oberfläche der Probe herausgeschlagen wurden. Teilweise sind auch Bindungsvarianten unterscheidbar.
Typische Anwendungen Chemische Analyse von Oberflächenbelegungen ( Informationstiefe der Messung ca.10 nm ) dünnen Schichten ( < 0.5 µm ) mittels Tiefenprofil
Anforderungen an Probe Messfläche >1 mm²;
max. Probengrösse :
20 x 20 x 5 mm
Akkreditierung / Zertifizierung ISO17025

WYKO

Weisslichtinterferenz-Mikroskopie

Berührungslose Vermessung der Oberflächenbeschaffenheit  in verschiedenen Vergrösserungsbereichen.

Details Anzeigen
Dreidimensionales Abbild einer texturierten Oberfläche
Gerätetyp und Ausrüstung Wyko NT8000
Funktionsprinzip Oberflächenmessungen an glatten und rauhen Oberflächen mit dem Interferometer in verschiedenen Vergrösserungsbereichen
Typische Anwendungen Betrachtung und Vermessung der Tiefe  von Oberflächendefekten oder Stufen, Nuten etc. sowie die Bestimmung von Rauheitskennwerten der Oberfläche.
Anforderungen an die Probe Reflektierende Oberfläche (transparente Oberflächen müssen vorab bedampft werden)

Schadensanalytik News


Schadensanalyse mit Hilfe des RasterelektronenMikroskop


Ansprechpartner Schadensanalytik


Rolf Winkler

Rolf Winkler studierte nach seiner Berufsausbildung zum Giessereimodellbauer an der Ruhruniversität Bochum Maschinenbau /  Werkstoffwissenschaften. Neben Tätigkeiten in der Aluminiumindustrie auf dem Gebiet Walz-, Schmiede- und Presserzeugnisse beschäftigt er sich auch in der Luftfahrtbranche mit Hartstoffschichten. Rolf Winkler war lange Jahre an der Empa Dübendorf auf dem Gebiet der Schadenanalytik metallischer, keramischer und polymerer Werkstoffe tätig. Seit 2015 ist er bei Suisse TP für Werkstofffragestellungen und Schadenanalytik angestellt.

schaden@suisse-tp.ch +41 52 551 1177