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DMA – Dynamisch-mechanische Analyse

Mittels oszillierender Kraft frequenz- und temperaturabhängig die viskoelastischen Eigenschaften bestimmen
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DYNAMISCH-MECHANISCHE ANALYSE

Bestimmung der temperatur- und frequenzabhängigen viskoelastischen Eigenschaften

Untersuchungsmethode

Dynamisch-mechanische Analyse

Kurzzeichen

DMA

Gerätetyp und Ausrüstung

DMA Q800 mit GCA-Kühler (TA Instruments)

Funktionsprinzip

Mittels oszillierender Kraft auf die Probe werden frequenz- und temperaturabhängig die viskoelastischen Eigenschaften bestimmt.

Typische Anwendungen

Kunststoffe, Verbundmaterialien, Harze, Werkstoff- und Produktentwicklung, Simulation, Automobilindustrie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, Elektronik

Messtechnik

Dual/Single Cantilever, Dreipunktbiegung, Scher-Sandwich, Kompression, Zug. Messmodi: Isodeformation, Multifrequenz, Kriechen/Spannungsrelaxation, Multideformation/Spannung, kontrollierte Kraft-/Deformationsrate.

Anforderungen an Probe

individuell, abhängig von der Messmethode

Normen und Standards

DIN EN ISO 6721-1, DIN 53440, DIN 53513, ASTM D 4065-90, ASTM D7028-07

Beispielanwendungen für die DMA

Bestimmung der viskoelastischen Eigenschaften: DMA ermöglicht die genaue Charakterisierung der viskoelastischen Eigenschaften von Polymeren. Es kann die Elastizität, Steifigkeit, Viskosität und Dämpfungseigenschaften messen, was dabei hilft, das Verformungsverhalten und die Strukturänderungen von Polymeren unter verschiedenen Bedingungen zu verstehen.

Identifizierung von Glasübergangstemperaturen: DMA ist besonders nützlich, um die Glasübergangstemperatur (Tg) eines Polymers zu bestimmen. Diese Information ist wichtig, um die Temperaturbereiche zu kennen, in denen ein Polymer seine mechanischen Eigenschaften ändert. Dies ist besonders relevant für Anwendungen, bei denen Temperaturwechsel auftreten, z.B. in der Automobilindustrie oder in elektronischen Geräten.

Untersuchung von Polymerverstärkungen: DMA kann verwendet werden, um die Wirksamkeit von Polymerverstärkungen wie Fasern, Füllstoffen oder Nanopartikeln zu bewerten. Es ermöglicht die Untersuchung des Einflusses dieser Verstärkungen auf die mechanischen Eigenschaften des Polymers, wie z.B. die Steifigkeit und Festigkeit.

Qualitätskontrolle und -vergleich: DMA kann zur Qualitätssicherung von Polymeren eingesetzt werden, indem es die mechanischen Eigenschaften verschiedener Proben vergleicht. Es können Abweichungen in den viskoelastischen Eigenschaften zwischen verschiedenen Chargen oder Herstellern festgestellt werden, was bei der Auswahl geeigneter Polymermaterialien hilft.

Materialentwicklung und -optimierung: DMA spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung neuer Polymermaterialien oder der Optimierung bestehender Materialien. Durch die detaillierte Analyse der viskoelastischen Eigenschaften können Ingenieure die Zusammensetzung und Herstellungsparameter anpassen, um die gewünschten mechanischen Eigenschaften für spezifische Anwendungen zu erreichen.

DMA für die technische Sicherheit

DMA ermöglicht eine detaillierte Analyse der mechanischen Eigenschaften von Materialien und Komponenten, was zu einer verbesserten technischen Sicherheit von Produkten und Prozessen führt. Durch die frühzeitige Identifizierung potenzieller Schwachstellen und die Optimierung von Design und Herstellungsprozessen trägt DMA dazu bei, sicherere und zuverlässigere Produkte auf den Markt zu bringen. Alternativ können bei uns mechanische Eigenschaften auch mittels statischen (Zugprüfung, Druckprüfung, Biegeprüfung …) sowie dynamischen (z.B. Ermüdungsprüfung, Umlaufbiegeprüfung, …) ermittlet werden.

Unsere Experten wissen genau, welche Methode am besten zu ihren Anforderungen passt. Rufen sie uns an.

Eine Übersicht weiterer Methoden aus dem Bereich Polymer Analytik finden Sie auf der Seite – Polymer Analytik

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Dr. Alexander Kromer

Polymer Expert


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